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Wahrnehmen, Reagieren und Entgegenwirken

25. März 2020, Görlitz, Autor: Nathalie Wittig

Das erste Quartal des Jahres geht zu Ende und schon klopft die erste Krise an die Tür – Corona. Das geht auch nicht an einem gestandenen Familienbetrieb vorbei. Ein Artikel über die Wahrnehmung der Krise, die Reaktionen im Betrieb und das Entgegenwirken eines ganzen Teams.

Kaum steuert der familiengeführte Bäckereibetrieb auf April zu, heißt es Anhalten und Abwarten. Wie geht es weiter? Laut der Regierung heißt es: fleißig weiterproduzierten und die Versorgung aufrecht erhalten. Gesagt, getan, die Bäckermeister Dirk und Dennis Wittig, sowie ihr 6-köpfiges Team in der Backstube produzieren, was das Zeug hält. “Durch das Virus sind unsere 6 Abverkaufsstellen in den Märkten sehr gefragt, wir produzieren mehr Brote, als noch vor der Krise”, so der Juniorchef Dennis Wittig. “Auch die JVA Görlitz braucht erneut unsere Unterstützung um die Versorgung zu gewährleisten. Nur unsere anderen Lieferkunden, wie zum Beispiel die Werkstätten, pausieren und werden zurzeit nicht beliefert, was sich in den Umsatzzahlen bemerkbar macht.”

Während die Filialen weiterhin geöffnet bleiben können sieht es für das Café auf dem Obermarkt des Traditionsbetriebes eher mau aus. Zwar ist ein Backwarenregal für den Abverkauf von Wittigs Brot- und Brötchenklassikern im Café integriert, jedoch ist es vordergründig als Ort zum genießen von Kaffee, Kuchen, Eis und Torten erbaut worden. “Die Verkaufszahlen der feinen Backwaren sehen schlecht aus”, so Seniorchef Dirk Wittig, verantwortlich für die Konditorei. “Wir produzierten vor der Krise allein fürs Wochenende schon um die 12 – 15 Torten, doch durch das Virus und die Vorsicht der Bürger werden maximal nur noch 6 Torten von unseren Verkäuferinnen bestellt. Die Besucherzahlen im Café sind um 60% gefallen.”

Obwohl die Familie vor allem auf die Hygiene und eingehaltene Schutzmaßnahmen ihrer Verkäuferinnen setzt. Sicherheitsabstand an der Kasse zählt da selbstverständlich dazu. Auch Handschuhe für das Verpacken der Waren und die Bargeldannahme sind jetzt verschärft von den Verkäuferinnen einzuhalten, denn einen Krankheitsfall innerhalb von Wittigs Team möchte sich der Familienbetrieb nicht ausmalen. “Eine Schließung wäre für uns eine wirklich schwere Last”, so Anke Wittig, Frau des Seniorchefs. “Wir können nur hoffen, das der Staat uns und vielen anderen Mittelständlern in irgendeiner Weise Unterstützung bieten kann. Wir stecken alle im selben Boot.”

Trotz der schwierigen Zeiten versucht der über 60 Jahre alte Betrieb die Geschäfte so normal wie möglich weiter zu führen. Dazu zählt auch das Marketing. “Ab dem 1. April haben wir wieder ein neues Aktionsbrot geplant. Es ist Frühlingsanfang und daher kommt, wie jedes Jahr, unser Frühlingsbrot in die Theken der Filialen”, so Nathalie Wittig, Marketingbeauftragte der Firma. “Mein Bruder hat an der Rezeptur gefeilt und eine neue Kreation geschaffen.” In der neuen Rezeptur befinden sich jetzt also Leinsaat, Sesamsaat und Frühlingszwiebeln und aus dem vollem Korn ist es auch. 

„Wir können letztendlich nur auf die Unterstützung des Staates, sondern auch unserer Mitmenschen hoffen”, teilte Bäckermeister Dirk Wittig mit. “Unsere Filialen haben weiterhin ganz normal geöffnet und das Sortiment bleibt auch das gleiche, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Und natürlich liegt uns die Gesundheit aller Bürger und unseres Teams am Herzen. Nichts ist jetzt wichtiger, als das wir gemeinsam gesund durch diese schwierigen Zeiten kommen.”

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